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Segeljahr 2013/2014
Guestbook
 



Unser Segeljahr 2013/2014 ist immer noch sehr präsent in unseren Gedanken und hat uns wohl stärker geprägt, als wir denken. Es war die richtige Entscheidung, unsere Antares nach der Rückkehr 2014 zu verkaufen, sie machte uns frei.

Doch mit der Zeit ist der Wunsch nach einem Boot wieder so gross geworden, dass wir begonnen haben, den Markt nach einem geeigneten Schiff zu durchforschen und Boottests zu studieren. Mit unserer Segelerfahrung und nach Bootsmessen in Cannes, Düsseldorf, La Rochelle und Barcelona standen noch drei Schiffstypen zur Auswahl, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Beneteau 57, JPK 45 FC und Lagoon 42.

Zweimal machten wir den Versuch, eine Beneteau 57 zu kaufen. Es hatte nicht sollen sein, und das ist rückblickend gut so. Mit Jean-Paul Kelbert höchstpersönlich sind wir die JPK 45 Fast Cruiser probegesegelt. Das Schiff ist der Hammer: perfekt ausbalanciert, einfach zu segeln, top solide und sauschnell. Für fünf Erwachsene aber zu klein, weshalb unsere ocean5 nun eine Lagoon 42 ist.

Do, 6. Juni 2019
Here she comes!

Heute wäre die offizielle Übergabe gewesen, doch Lagoon überschätze seine Auslieferungs- kapazitäten und musste uns um zwei Wochen vertrösten.

Wir sind trotzdem nach Les Sables d'Olonne gereist, mit einer ersten Autoladung voller Material.

Per Zufall dürfen wir miterleben, wie unsere ocean5 per Sattelschlepper angeliefert wird. Ein spektakulärer und imposanter Vorgang.

Auf dem Anhänger befindet sich eine hydraulische Hebebühne, mit der das Boot gehoben oder auf die Seite gekippt werden kann. Hindernisse können so einfach überflogen werden.

Eigentlicht nicht erlaubt, doch SAS liess uns trotzdem kurz auf unser Schiff. Der Mitarbeiter meinte: "It is your baby" und öffnete uns die Tür.

Die erste Sichtkontrolle ergibt keine Abweichungen zu unserer Bestellung. Die Vorfreude ist riesig.

Fr, 7. Juni 2019
Drama

"Les vents très violents qui ont accompagné la tempête Miguel ont fait trois morts, vendredi, au large des Sables d'Olonne. Les malheureux, des sauveteurs en mer, ont péri dans le chavirage de leur embarcation alors qu'ils allaient aider un pêcheur."

Deswegen sind wir hier: Lagoon hat uns zu einer Besichtigung der Fabrik nach Belleville eingeladen, wo CNB Chantier Navale Bordeaux die Lagoon 42 und 46 baut. Fotos sind leider nicht erlaubt.

Der Fertigungs- prozess ist beeindruckend. Bei mehr als 300 Booten pro Jahr dürfen keine Fehler passieren.

Sa, 8. Juni 2019
Dunes du Pilat

Da wir schon "in der Nähe" sind, besuchen wir zum zweiten Mal die grösste Wanderdüne Europas. Ein beeindruckender und wunderschöner Ort.

Die 110 Meter hohe Düne verschlingt jährlich fünf Meter des hinter ihr liegenden Waldes.

21. Juni 2019
Handover

Lorenz und Hanspeter sind mit einem voll geladenen Espace und mit dem Dingi auf dem Anhänger angereist.

Vorgängig hat Alberto, unser Händler, das Schiff bereits von Lagoon übernommen. Nun übernehmen wir unsere ocean5 von ihm.

Alles ist in Ordnung!

Die beiden nächsten Tagen verbringen wir mit Testsegeln. Alberto zeigt uns, wie alles funktioniert und auf was zu achten ist. Man merkt, Segeln ist seine Leidenschaft. Das kommt uns jetzt zu Gute.

Bei perfektem Wetter und bis 20 kn Wind erreichen wir über 9 kn und legen über 60 sm zurück.

Wir kaufen Rettungsmittel und Fender und lassen das AIS programmieren.

Lagoon muss noch den Motor backbords prüfen, der vibriert gemäss Alberto zu stark. Other than that, no complaints!

Kulinarisch werden wir in Les Sables verwöhnt, besonders im La Fatra.

Sa, 6. Juli 2019
Endlich Ferien

Wir treffen in Les Sables d’Olonne ein, richten unsere ocean5 ein und erledigen erste Einkäufe.

Die Schiffsküche ist noch nicht betriebsbereit, also essen wir auswärts im La Fatra.

So, 7. Juli 2019
Schiffstaufe

Wir beschriften unseren Katamaran. Vorschriftsgemäss am Heck und dann die erste Seite. Danach verliest Laura die Segenswünsche von Wolfgang von 2013 und ocean5 kriegt einen Schluck Champagner.

Christine und Hanspeter sorgten mit ocean5-Crew-Tshirts dafür, dass wir gebührend gekleidet sind. Vielen Dank nochmals - eine tolle Überraschung!


Mo, 8. Juli 2019
Leinen los!

Wir verabschieden uns von Hanspeter, der unser Auto zurück in die Schweiz fährt. Herzlichen Dank für diesen Service!

Gegen Mittag laufen wir durch den Kanal in die Biskaya aus.

Unser Ziel: Cascais. Wir rechnen mit 4 -5 Tagen. Unterwegs lernen wir unser Schiff unter verschiedenen Bedingungen kennen und bedienen. Von Flaute unter Motor bis 30 Knoten Wind mit zwei Reffs.

Es braucht zwei Tage, bis wir uns an die Schiffsbewegungen gewöhnt haben und wir in den Bordalltag finden.

Das Leben auf einem Katamaran ist komfortabler als auf einem Einrümpfer.

Die Delfine lassen auf sich warten, doch dann besuchen sie uns mehrmals täglich.

Schwierige Bedingungen vor Porto: Mitten in der Nacht spielen wir "Fangis" mit den Gewitterstürmen. Sie sind auf dem Radar gut zu erkennen.

Es blitzt, hat eine unangenehme Kreuzsee, viel Verkehr und dann hat auch unser AIS/VHF einen Aussetzer.

Sa, 13. Juli 2019
Cascais

2013 haben wir in Cascais mit Edelweiss und Maris eine wunderschöne Zeit verbracht. Wir freuen uns auf diesen schönen Ort.

ocean5 liegt gut geschützt und beobachtet von unzähligen Möwen im hinteren Teil des Hafens.

Es hat sich nicht viel verändert in Cascais in den letzten sechs Jahren. Die Pflastersteine sind immer noch rutschig.

Santini

Ein absolutes MUSS. Einmal täglich überprüfen wir die Qualität der Gelati Più Fini del Mondo.

Mariel ist derweil in Barcelona und trifft ehemalige Klassenkameradinnen aus den USA und Belgien.

Statt der vorhergesagten 25kn weht es konstant mit 30 – 35kn. Dazu kommen drei Meter hohe, brechende Wellen.

Wir segeln mit zwei Reffs im Gross und 60% Genua.

Mit 15kn surfen wir die Wellen hinunter. In den ersten 12 Stunden schaffen wir 92 Seemeilen.

Schöner Sonnenaufgang als Entschädigung für eine schreckliche Nacht.

Kaum um das Wind und Wellen aus Norden abschirmende Cabo de Sao Vincent herum, herrschen bald ruhige Verhältnisse. Wir können uns erholen.

Fr, 19.Juli 2019
Cadiz

Die Marina Puerto America ist nichts Besonderes.

Zwanzig Minuten sind es zu Fuss in die schöne Altstadt von Cadiz. Trotz der Hitze machen wir einen ausgedehnten Stadtrundgang.

Es ist extrem heiss. Da hilft nur eins: ab ins Wasser und danach in die Siesta.

Erst um zehn Uhr abends spazieren wir nochmals in die Stadt (was macht man nicht alles für Gelati). Nun spielt sich das Leben hier draussen ab. Mehr als 26'000 Schritte haben wir heute gemacht.

Es hat keinen Wind und wir müssen die ganze Strecke nach Gibraltar motoren.

Die Einfahrt nach Gibraltar wird zur Herausforderung. Aus allen Richtungen kommen Tanker, Cargoschiffe und Schnellfähren.

So, 20. Juli 2019
Gibraltar

Nach einer ruhigen Nacht in der Queensway Quay Marina (Bildmitte) starten wir mit Eggs Benedict in den Tag.

Dann geht es mit der Gondel auf «The Rock».

Auf dem Berg leben ein paar hundert Berberaffen.


Diese sind sehr geschickt im Öffnen von Rucksäcken, um schnell rein zu greifen und sich etwas essbares zu ergattern.

Es ist drückend heiss und wir sind froh um jedes Lüftchen.

Die Frage, ob Gibraltar nun englisch oder spanisch ist, wird vor Ort ganz klar beantwortet: british, british, british!


Mo, 22. Juli 2019
Benalmadena

Wir sind in einen absoluten Touristen-Hotspot geraten: Tausende zirkulieren in der Marina mit Hotels, Restaurants, Bars und Geschäften.

Daneben befindet sich ein Strand, wir baden ein erstes Mal im Mittelmeer.

Catch of the Day

Wir sind auf dem Weg nach Italien. Plötzlich sehen wir einen orangen Punkt im Wasser treiben. Wir brauchen tatsächlich noch einen Kugelfender.

Doch was wir aus dem Meer fischen, ist dann doch etwas zu gross für unser Boot.

Clowns

Uns begleitet eine Gruppe verspielter Delfine. Immer wieder springen sie aus dem Wasser.

Einer hat wohl mal entdeckt, dass man auch rückwärts springen kann.

Plötzlich sehen wir hinter uns eine Gruppe Schweinswale.

Wir drosseln die Geschwindigkeit, damit sie zu uns aufschliessen.

Über eine halbe Stunde schwimmt die Gruppe von zwanzig Tieren vor unserem Bug.

Di, 30. Juli 2019
Palermo

Die Überfahrt ist zäh, wir müssen zu viel motoren. Wir entscheiden uns deshalb, auf Malta zu verzichten und stattdessen Palermo anzulaufen.

Es ist schon spät, als wir endlich ankommen.

Genau das, was wir jetzt brauchen!

Der Marinero der Si.Ti.Mar Marina reserviert für uns einen Tisch im Funnaco, der angeblich besten Pizzeria von Palermo.

Auch das haben wir vermisst. Wir decken uns deshalb mit viel frischen Früchten vom Markt ein.

Palermo gefällt uns gut. Die Menschen sind stolz, freundlich und scheinen das Leben zu geniessen.

Wir fühlen uns willkommen und sicher.

Do, 1. August 2019
Feuerwerk

Und zwar ein ganz Besonderes!

Schon von weitem riechen und sehen wir die Eruptionen des Strombolis. Ein eindrückliches Schauspiel.

Ex-Antares

In der Strasse von Messina begegnen wir Ikiro, unserer Etap 46. Schön, sie in action zu sehen.

Wir plaudern kurz mit Andy über VHF. 2020 wollen sie wieder den Atlantik überqueren.